Süd-Sudan – Ostafrikanisches Richtfunkprojekt

Planung, Lieferung und Aufbau von 13 Richtfunkstrecken zur Übertragung von E1 und Ethernet.
Sehr hohe Anforderungen an die Ausfallsicherheit und die Umgebungstemperatur.
Die Richtfunksysteme werden eingesetzt zur Übertragen aller ein- und ausgehenden internationalen Telefongespräche des Landes zu einem zentralisierten International-Voice-Gateway.

 

 Unsere erbrachten Leistungen in diesem Projekt:

  • Berechnung der Funkfelder und der benötigten Antennengrößen nach Kundenvorgabe
  • Auswahl der am besten geeigneten Richtfunkkomponenten
  • Lieferung mehrerer Solar-Hybridbatterieanlagen inkl. Steuerung für Diesel-Generatoren
  • Installation vor Ort in der Hauptstadt Juba als Turn-Key
  • Koordinierung mit den lokalen Mobilfunkbetreibern zur Montage und Antennenposition
  • Frequenzkoordinierung mit der Regulierungsbehörde vor Ort.
  • Durchführung einer Schulung für Konfiguration, Installation und Fehlersuche
  • Unterweisung in die Handhabung von persönlicher Schutzausrüstung und Werkzeug
  • Beschriften und markieren der einzelnen Systemkomponenten
  • Erstellen einer Dokumentation zur schnellen Inbetriebnahme und Fehlersuche
  • Vorbereiten der Zoll- und Exportdokumente
  • Telefonischer Support mit kurzer Reaktionszeit (Teamviewer)

hefraTEC hat sich im Rahmen dieses Projektes dazu entschlossen, den lokalen Technikern („Radio-Rigger“) die mit uns gearbeitet haben je mit einer geprüften persönlichen Schutzausrüstung und geeignetem Werkzeug auszustatten und in der Handhabung zu unterweisen.  Hierfür wurden von hefraTEC acht komplette Sätze PSA mit Arbeitskleidung und ein Höhenrettungsgerät gesponsert.

 

Besonderheiten:

  • Sicherheitsausrüstung und Selbstschutz beim Besteigen von Türmen nur mit spezieller Ausbildung möglich (Eigenverantwortlicher Herstellung von Sicherungspunkte)
  • Sehr hohe Temperaturen (Umgebungstemperatur 50Grad Celsius) und teilweise monsunartigem Regen (bis 150mm/h)
  • Stahlbau und Metalloberflächen können nur mit Handschuhen angefasst werden
  • Solar-Cover für die Sendeköpfe zum Verhindern von direkter Sonneneintrahlung
  • Ausfallsicherheit durch Mehrfach-Systeme an mehrere Standorte
  • Stromversorgung je Standort als Insellösung im Verbund mit Stromgeneratoren und Solartechnik
  • Keine Zentrale Stromversorgung oder ähnliche Infrastruktur vorhanden
  • Harsh-Enviroment Vorgaben Aufgrund der Wetterbedingungen
  • Lokales Installationsteam mit geringen technischen Wissenstand und ohne Sicherheitsbewusstsein
  • Montage am höchsten Sendemasten des Landes mit 100m Gesamthöhe, ohne Steigeinrichtung (Aufstieg in 60 Minuten und mit 2 Litern Wasser)

Realisierung 2017 in mehreren Projektschritten, Wartung und Service seit 2017 inkl. jährliche Überprüfung der Anlagen vor Ort
Erweiterung 2018
Projektvolumen Stand 2018: 16 Richtfunksysteme zuzüglich Ersatzteile für einen Desaster Recovery Fall und zusätzlich fünf Solar-Hybridbatterieanlagen